Vom 28. bis 30. August 2026 hat Nordrhein-Westfalen in Münster seinen 80. Geburtstag gefeiert. Unter dem Motto „Demokratie lebt. Vielfalt verbindet." verwandelte sich die Innenstadt in eine große Festmeile mit Bühnenprogramm, Themenmeilen und zahlreichen Mitmachangeboten. Auch der ASB war mit Fahrzeugen, Aktionen und vor allem mit vielen Menschen, die täglich für andere da sind, auf der Blaulichtmeile dabei.
An unserem Stand konnten Besucher:innen den ASB Münsterland in seiner ganzen Vielfalt kennenlernen. Kinder bastelten Rettungswagen, packten Notfallrucksäcke und tobten auf der Hüpfburg. Bei Drohnenflügen, Vorführungen der Rettungs- und Besuchshunde sowie beim Kinderschminken gab es viel zu entdecken. Wer selbst aktiv werden wollte, konnte außerdem Blutdruck und Blutzucker messen lassen oder sich über Erste Hilfe, den Katastrophenschutz sowie Ehrenamts- und Berufsperspektiven im ASB in NRW informieren.
Fahrzeuge mit besonderen Aufgaben
Einige unserer Fahrzeuge machten unmittelbar sichtbar, wie unterschiedlich die Aufgaben des ASB sind. Im Intensivtransportwagen konnten die Besucher:innen einen Blick in eine rollende Intensivstation werfen. Seit 2001 werden damit intensivpflichtige Patient:innen sicher zwischen Krankenhäusern transportiert. In Zusammenarbeit mit der Uniklinik Münster kommt der Wagen auch zum Einsatz, wenn erkrankte oder verletzte Reisende vom Flughafen in ein Krankenhaus gebracht werden müssen.
Der Mannschaftstransportwagen steht bei besonderen Gefahrenlagen bereit, etwa bei chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Ereignissen. Er unterstützt die Einsatzleitung, koordiniert Einsatzkräfte und hilft bei der Versorgung kontaminierter Verletzter.
Auch der Wünschewagen Westfalen war vor Ort. Seit 2018 erfüllt das speziell ausgestattete Fahrzeug letzte Herzenswünsche schwerstkranker Menschen. Vom Standort Münster aus geht es für die Fahrgäste zum Beispiel noch einmal ans Meer, zu einem Konzert oder an einen anderen persönlichen Wunschort. Begleitet werden sie von unseren ehrenamtlichen Wunscherfüller:innen.
Im Hebammenmobil Münsterland konnten sich Besucher:innen darüber informieren, wie Hebammenberatung direkt zu den Familien kommt. Das Mobil macht regelmäßig in Münster und Ahlen Station und bietet Schwangeren und Familien wohnortnahe Unterstützung rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby.
Menschen, die sich kümmern
Im Mittelpunkt unseres Auftritts standen jedoch nicht nur die Fahrzeuge, sondern die Teams dahinter. Rund 200 haupt- und ehrenamtliche Kolleg:innen waren am Stand und im Sanitätsdienst im Einsatz. Sie beantworteten Fragen, erzählten aus ihrem Alltag und zeigten, wie viele unterschiedliche Formen von Engagement beim ASB möglich sind.
Dazu gehören die Rettungshundestaffeln, die selbst in unwegsamem Gelände oder Trümmern vermisste Menschen suchen. Die Besuchshundeteams wiederum schenken Senior:innen, erkrankten Menschen und Kindern Zeit, Nähe und schöne Begegnungen. Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung unterstützt Menschen nach belastenden Notfällen und schweren persönlichen Schicksalsschlägen.
Auch die Arbeiter-Samariter-Jugend stellte ihre Arbeit vor. In den Gruppenstunden verbinden sich Erste-Hilfe-Ausbildung, Spiel, Sport und gemeinsame Unternehmungen. Junge Menschen lernen dabei, Verantwortung zu übernehmen und soziales Engagement ganz selbstverständlich in ihren Alltag einzubringen.
Weitere Gespräche drehten sich um ein Freiwilliges Soziales Jahr, den Bundesfreiwilligendienst, den Pflegebereich, den Mobilen Sozialen Dienst, den Hausnotruf, die Kinder- und Jugendhilfe, die Flüchtlingshilfe und die Breitenausbildung. So wurde deutlich: Der ASB hilft nicht nur in akuten Notfällen. Wir begleiten Menschen in vielen Lebenssituationen: zu Hause, in Kitas, bei Bildungsangeboten, im Rettungsdienst und im Ehrenamt.
Besuch aus der Landespolitik
Am Samstagnachmittag machten Innenminister Herbert Reul, Ministerpräsident Hendrik Wüst und Oberbürgermeister Tilman Fuchs bei ihren Rundgängen Halt an unserem Stand. Sie kamen mit unseren Helfer:innen unter anderem über die Unterstützung von Menschen in Wohnungsnot ins Gespräch und lernten unseren Besuchshundedienst kennen. Über das Interesse an unserer Arbeit haben wir uns sehr gefreut.
Gemeinsam mit anderen Hilsorganisationen stellte der ASB an allen drei Veranstaltungstagen außerdem den Sanitätsdienst sicher. Täglich waren mehr als 30 Einsatzkräfte beteiligt.
Der NRW-Tag war für uns ein intensives und gelungenes Wochenende mit vielen Gesprächen, neugierigen Fragen und zahlreichen Begegnungen. Unser besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die diesen Auftritt möglich gemacht haben. Und natürlich allen Besucher:innen, die an unserem Stand vorbeigeschaut und sich für unsere Arbeit interessiert haben.




















